Poesie war für Hölderlin Lebensmittel im höchsten Sinne. Wenn er später auf sein Leben zurückblickte, kam es ihm so vor, als hätte er schon immer gedichtet. Das poetische Wort war ihm wie Luft zum Atmen. In der Poesie war er ganz für sich und zugleich verbunden mit einem Ganzen, in imaginärer Gemeinschaft.
Zeitgleich mit Hölderlin sprengte auch Beethoven die gängigen Formen der Kunst. Sein unbändiger Freiheitsdrang brach sich vor allem in seinen letzten Jahren musikalisch Bahn, als er, schon taub geworden, die Musik nur mehr aus seinem Inneren schöpfte. Musik, die weit über die Zeit ihrer Entstehung hinausklingt und uns noch heute verblüffend modern begegnet.

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